Start der Rufbuslinie Grimmen Südost
Grimmen. Im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen erarbeitete die Fahrplangesellschaft B&B mbH ein Rufbuskonzept für das gesamte Festland das Landkreises Vorpommern-Rügen. Dabei wurde das Gebiet in Rufbuszonen unterteilt, wobei jede Zone ihren eigenen Rufbus mit Fahrplan erhielt. Durch das Konzept wird gewährleistet, dass jeder Ort von früh bis spät mindestens einmal pro Stunde von einem Bus angefahren wird. Die Fahrzeiten sind so ausgerichtet, dass Umstiege von Regionalbuslinien bzw. Zügen von und zu den Rufbussen möglich sind, sodass das Potential des öffentlichen Verkehrs optimal genutzt wird. Des Weiteren sind auch Fahrten innerhalb der Zonen oder von Rufbus zu Rufbus möglich.
Zum 01. Juni 2024 wird die erste der 13 neu geplanten Rufbuslinie ihren Betrieb aufnehmen, womit zunächst den Bürgern im Südosten Grimmens das neue Verkehrsangebot zur Verfügung steht. In den folgenden Monaten werden nach und nach die anderen Rufbuszonen nachziehen. Somit macht die Region einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen, ganzheitlichen Mobilität .
Buchveröffentlichung: Automatisierter ÖPNV
Im Frühjahr 2024 wurde das Buch "Automatisierter ÖPNV - Hintergründe und praktische Anleitung zur Umsetzung in kleineren Städten und ländlichen Regionen", an welchem der Geschäftsführer der Fahrplangesellschaft B&B mbH, Constantin Pitzen, mitwirkte, veröffentlicht. Es folgt ein Auszug aus dem Vorwort:
"Wollen wir bis 2035 im Bereich des Verkehrs klimaneutral sein, ist eine massive Veränderung in unserem Mobilitätssystem zweifelsohne notwendig. Dass Klimaneutralität nicht allein durch die Elektrifzierung des motorisierten Straßenverkehrs erreicht werden kann, sondern eine grundsätzliche Veränderung des menschlichen Verhaltens bedingt, ist ebenso außer Zweifel. Nur wenn es uns gelingt, den Menschen und seine genuinen Bedürfnisse in das Zentrum des künftigen Mobilitätssystems zu stellen, wird es auch gelingen, dass die Menschen ihr Verhalten anpassen.
Die Herausgeber dieses Handbuchs sind der Überzeugung, dass dies zu schaffen ist und uns dafür die Technologien bereits heute zur Verfügung stehen. Das vorliegende Handbuch widmet sich zwei der wesentlichen Erfolgsfaktoren der Mobilitätswende: einerseits dem ÖPNV und dabei insbesondere dem automatisierten ÖPNV als Alternative für den motorisierten Individualverkehr und andererseits jenen Räumen, in denen es heute nur wenig ÖPNV-Nachfrage gibt und die daher nur sehr unzureichend oder gar nicht versorgt werden."
Das Buch mit seinen über 300 Seiten ist in gebundener Form oder als kostenloser Download erhältlich.
Vorstellung autonom fahrender Bus in Ilmenau
Ilmenau. Im Beisein von Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, wurde am 15.09.2022 der autonom fahrende und elektrisch angetriebene Kleinbus CAMIL vorgestellt. Das Betriebskonzept der Busse, welches unter anderem auch der Geschäftsführer der Fahrplangesellschaft B&B mbH, Constantin Pitzen, erarbeitete, sieht vor, die Technische Universität Ilmenau mit der Stadt Ilmenau zu verbinden.
Mit dem Bus können bis zu 6 Fahrgäste befördert werden. Für Barrierefreiheit sorgt eine automatisierte, elektrische Einstiegsrampe; die Maximalgeschwindigkeit liegt bei 18 km/h. Ein Operator fährt aktuell noch mit - er kann bei Problemen während der Fahrt eingreifen. Für den autonomen Betrieb werden sowohl Position als auch Bewegungsrichtung des Fahrzeuges ständig erfasst. Verschiedene Sensoren sorgen außerdem für das Einhalten von Sicherheitsabständen sowie für das Feststellen der korrekten Geschwindigkeit. Ein sichererer Betrieb wird auch bei widrigen Wetterverhältnissen gewährleistet.
Seit Betriebsstart am 01.06.2023 wird zunächst der Bahnhof Ilmenau mit dem Campusgelände miteinander verbunden; eine Ausweitung der Strecke ist vorgesehen. Mit dem Projekt eröffnen sich für ÖPNV-Nutzer in Ilmenau nicht nur neue Möglichkeiten, es treibt auch die Entwicklung von innovativen und nachhaltigen Nahverkehrskonzepten voran.
Weitere Informationen hier.
Anhörung: Ausbauen statt einstellen - Regionalbahn in der Prignitz (RB73/74) erhalten
Potsdam. Der Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg beschäftigte sich am 15.03.2023 zur Frage der Zukunft der RB 73/74 in der Prignitz. Zur Anhörung war neben Vertretern der Deutschen Bahn, dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und weiterer Verkehrsexperten auch Constantin Pitzen geladen.
Thema der Anhörung war neben weiteren Tagesordnungspunkten das Konzept "Karower Kreuz", dass unter anderem von der Fahrplangesellschaft B&B mbH ausgearbeitet wurde, welches einen landesübergreifenden Zugbetrieb auf der Relation Berlin - Neustadt/Dosse - Pritzwalk - Meyenburg - Karow (Mecklenburg) - Güstrow - Rostock vorsieht. Mit diesem zukunftsfähigen Konzept würde ein nachhaltiger, kundenorientierter Bahnverkehr erreicht und der ländliche Raum gestärkt; durch Umstiege unter anderem in Karow und Pritzwalk können Fahrgastzahlen erhöht und somit wirtschaftlich tragfähige, attraktive Zugfahrten ermöglicht werden.